Die Ferieninitiative schadet den Arbeitnehmenden
Mehr Ferien = weniger Flexibilität
Heute profitieren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von flexiblen Arbeitszeiten und individuellen Jobmodellen: Teilzeitstellen, Jobsharing und Möglichkeiten, zu Hause zu arbeiten. Gerade für berufstätige Eltern kann dies wertvoller sein als mehr Ferien. Denn die Flexibilität erleichtert die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Solche individuell auf den Arbeitnehmenden abgestimmten Modelle gefährdet die Ferieninitiative mit ihren starren Regelungen. Denn individuelle Jobmodelle und mehr Ferien werden sich insbesondere KMU nicht leisten können.
Mehr Ferien = mehr Stress
Viele Firmen können es sich in der schwierigen wirtschaftlichen Lage nicht leisten, zusätzliche bezahlte Stellvertretungen einzustellen. Folglich nimmt die Belastung für die anwesenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu. Sie müssen während der längeren Ferienabwesenheit ihrer Arbeitskollegen mehr Stellvertretungen und Zusatzbelastungen übernehmen. Das bedeutet für die Anwesenden mehr Hektik und mehr Stress. Die Ferieninitiative entpuppt sich damit als Bumerang. Denn sie verursacht nicht weniger, sondern mehr Stress.
Mehr Ferien = weniger Lohn
Die wenigsten KMU sind in der Lage, ihren Angestellten für kürzere Arbeitszeiten den gleichen Lohn zu zahlen. Denn dieser Lohnzuwachs müsste durch einen Produktivitätsgewinn wettgemacht werden. Sonst geht die Rechnung nicht auf. Werden die KMU jährlich mit bis zu einem halben Monatslohn pro Beschäftigten mehr belastet, haben die Arbeitgebenden in der Regel zwei Möglichkeiten: Entweder sie korrigieren die Löhne nach unten oder sie verzichten solange auf Lohnerhöhungen, bis der Produktivitätsverlust kompensiert ist. Die Verlierer sind die Angestellten.
Mehr Informationen zur Ferieninitiative finden Sie in unserem langen Argumentarium und im Kurzargumentarium.

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