News zur Ferieninitiative
Ablehnung der Ferieninitiative: Klares Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort Schweiz
11. März 2012: Die Stimmberechtigten haben die möglichen Schäden der Ferieninitiative erkannt. Sie lehnen eine starre Verankerung eines 6-wöchigen Ferienanspruchs in der Verfassung klar ab. Das deutliche Nein ist ein wichtiges Bekenntnis zur Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Unternehmen, insbesondere der KMU.
Mit dem heutigen Nein haben Volk und Stände die Verankerung von sechs Wochen Ferien in der Verfassung deutlich abgelehnt. Eine Annahme der Ferieninitiative hätte sich negativ auf die Wettbewerbsfähigkeit der schweizerischen Unternehmen ausgewirkt. Die Initiative hätte besonders die Zulieferindustrie und die kleinen und mittleren Unternehmen mit weniger als 250 Angestellten getroffen. Wegen des starken Frankens und den im internationalen Vergleich sehr hohen Lohn- und Arbeitskosten haben schweizerische Unternehmen bereits heute gegen einen grossen Standortnachteil zu kämpfen. Eine Erhöhung der Lohnkosten hätte unsere Konkurrenzfähigkeit mitten in der Krise noch einmal empfindlich geschwächt.
Das klare Nein zur Ferieninitiative ist gleichzeitig ein Ja zu einem liberalen Arbeitsrecht und zu sozialpartnerschaftlichen Vereinbarungen. Der heutige Feriendurchschnitt liegt mit fünf Wochen bereits deutlich über dem gesetzlich vorgeschriebenen Minimum von vier Wochen Ferien. Der sozialpartnerschaftliche Weg funktioniert – dank Gesamtarbeitsverträgen und zahlreichen Firmenregelungen profitieren bereits heute viele Arbeitnehmer von Lösungen, welche auf die Bedürfnisse der einzelnen Branchen abgestimmt sind. Die Ferieninitiative hätte mit ihrer starren Regelung Arbeitsplätze gefährdet und sowohl Unternehmen als auch Arbeitnehmenden einen Bärendienst erwiesen.
Das überparteiliche Komitee ist erfreut, dass Volk und Kantone diesem Anliegen eine Abfuhr erteilt haben. Es bedankt sich bei den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern für das klare Votum.
Zweite SRG-Umfrage: Der Trend stimmt
29. Februar 2012: Die zweite SRG-Umfrage zeigt eine wachsende Ablehnung der Ferieninitiative. Die Stimmbevölkerung erkennt, dass unflexible Ferienregelungen der Schweiz schaden: Die Gewerkschaftsinitiative ist ein Angriff gegen unsere kleinen und mittleren Unternehmen, die bereits heute mit der Frankenstärke und international hohen Arbeitskosten kämpfen.
Hätten die Schweizerinnen und Schweizer am 21. Februar 2012 über die Ferieninitiative abgestimmt, wären 63 Prozent dagegen gewesen. Das überparteiliche Komitee „Ferieninitiative NEIN“ freut sich über diese Entwicklung, wird aber bis zum Schluss am Ball bleiben. Denn die Initiative würde durch die Erhöhung der Arbeitskosten in erster Linie unseren KMU schaden. Viele von ihnen leben aber heute schon von der Substanz. Weiter Belastungen liegen nicht drin, will die Schweiz nicht an Wettbewerbsfähigkeit einbüssen.
Starre Ferienregelung vermeiden
Ein Ferienobligatorium von 6 Wochen würde für viele Unternehmen eine grosse Herausforderung bezüglich der Organisation von Stellvertretungen bedeuten. Grosse Firmen können längere Abwesenheiten vielleicht teilweise kompensieren. Kleine und mittlere Unternehmen – die KMU sind mit 99,7 Prozent das Rückgrat unserer Wirtschaft – können sich teure Stellvertretungen mit dem nötigen Know-how jedoch oft nicht leisten. Besonders die 88 Prozent Kleinstbetriebe mit weniger als 10 Mitarbeitenden (z.B. eine Bäckerei oder ein Handwerkerbetrieb) verkraften zusätzliche Kosten nicht. Auch würde der Stress für die Arbeitnehmer zunehmen. Die Ferieninitiative würde so für die Arbeitnehmer zum Bumerang.
Arbeit hält jung
28. Februar 2012: Hält Arbeit - auch stressige - jung, oder lebt es sich besser und länger, wenn man insgesamt im Leben eine ruhige Kugel schiebt? Dieser Frage ging eine detaillierte Langzeitstudie in den USA nach, welche über achtzig Jahre lang 1500 Menschen begleitete und über die nun die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) berichtet. Das Resultat der Studie verblüfft: Nicht die Entspanntesten, sondern die Fleißigsten wurden am ältesten. Erfolgreiche Menschen mit einem intensiven und stressigen Berufsalltag leben bis zu 5 Jahre länger.
Initiant des «The Longevity Project», das mehrere Wissenschaftsgenerationen beschäftigte, war der 1956 verstorbenen Stanford-Psychologe Lewis Terman. Er untersuchte ab 1921 in regelmässigen Abständen 1500 überdurchschnittlich intelligente Mädchen und Jungen. Die zuletzt verantwortlichen Autoren halten wenig von gängigen Tipps zur Stressvermeidung. Es gebe so gut wie keine wissenschaftlichen Beweise, dass die Herausforderungen des täglichen Berufslebens das Immunsystem angreifen, das sei ein «Mythos». Auch sei nicht belegbar, dass durch Stress eine größere Zahl von Menschen an einer Herzerkrankung, Krebs oder anderen durch Immunschwäche verursachten Erkrankungen sterben.
Die Angst der KMU vor sechs Wochen Ferien
28. Februar 2012: Die DRS 2-Sendung «Rendez-vous» hat gestern über den Widerstand der kleinen und mittleren Unternehmen gegen die Ferieninitiative berichtet. Der Besuch der Reporter bei einer Biotechnologie-Firma mit 120 Angestellten im zürcherischen Wald zeigt, dass die Belegschaft gespalten ist: Während sich einige Mitarbeiter mehr Ferien wünschen um mehr Zeit mit der Familie zu haben, fürchten andere den Abbau von Arbeitsplätzen.
Auch die Inhaberin Gabriela Meyer ist gegen mehr Ferien. Das Unternehmen exportiere 99% aller Produkte und stehe bereits heute unter starkem Preisdruck. Trotz gutem Namen und dem Swissness-Bonus liege eine weitere Erhöhung der Produktionskosten nicht drin. Besonders der Konkurrenzkampf mit Produktionsstandorten in Asien sei hart.
Mehr Ferien schaffen Anreize, Arbeitskräfte einzusparen
28. Februar 2012: Mehr Ferien bringen einen zusätzlichen Kostenschub für die Wirtschaft und belasten Schweizer Unternehmen zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Zu diesem Schluss kommt der Basler Ökonom George Sheldon in einem Interview mit der Handelszeitung vom 26. Februar.
Sheldon, der als Professor an der Universität Basel lehrt, äussert sich zu Fragen über die Lage am Schweizer Arbeitsmarkt, Mindestlöhne und die Ferieninitiative. Er ist überzeugt: Mehr Ferien erhöhen die Fixkosten. Damit schaffe man Anreize, Arbeitskräfte einzusparen und die Mitarbeiter länger und intensiver arbeiten zu lassen. Das sei genau das Gegenteil von dem, was die Gewerkschaften bezwecken.
Wertschätzung und Weiterentwicklung wichtig für Arbeitszufriedenheit
27. Februar 2012: Wertschätzung bei der Arbeit sowie Nutzung und Weiterentwicklung eigener Kompetenzen sind für Gundela Grote, Professorin für Arbeits- und Organisationspsychologie an der ETH Zürich, wichtiger für die Arbeitszufriedenheit als einfach mehr Ferien. Ausserdem seien mehr Ferien oft nicht gleichbedeutend mit mehr Erholung, so Grote im Interview mit dem Migros-Magazin.
Grosse Belastung entstehe u.a. durch die «ewige Erreichbarkeit», die viele Arbeitnehmende auch in ihrer Freizeit nicht abschalten lässt. Viel wirksamer als mehr Ferien sei daher die Strategie, Übermüdungserscheinungen im Arbeitsalltag durch echte Pausen zu bekämpfen.
Fehlerhafter Ländervergleich: Die Schweiz ist nicht das Ferienschlusslicht
24. Februar 2011: „Auch die Schweiz ist ein Ferienland“ – zu diesem Schluss kommt Michael Nittnaus in einem Artikel der Südostschweiz. Und wiederspricht damit den Initianten von Travail.Suisse, welche die Schweiz regelmässig als „Ferienschlusslicht Europas“ bezeichnen. Travail.Suisse stützt sich auf eine 2009 publizierte Studie des Beratungsunternehmens Mercer.
Diese berücksichtigen jedoch nicht die kantonal sehr unterschiedlichen Feiertagsregelungen. Gemäss der Studie des Bundesamtes für Statistik liegt die Schweiz mit 31,5 Freitagen sogar knapp vor Italien. Den ganzen Artikel finden sie hier.
Blick über den Tellerrand: Wie viel Ferien haben Chinesen oder Portugiesen?
24. Februar 2012: Die Ferieninitiative fordert sechs statt vier Wochen Ferien für alle – in der Schweiz. In der heutigen Neuen Zürcher Zeitung berichten Korrespondenten aus ausgewählten Ländern, wie sich die Realität anderswo präsentiert. Hier eine Kurzzusammenfassung:
Wohl am wenigsten Ferien geniessen Chinesinnen und Chinesen: Je nach Dienstalter stehen 5 bis 15 Ferientage zur Verfügung, die aber oft nicht bezogen werden können, weil sonst ein Stellenverlust droht. In den USA wiederum gibt es gar keine gesetzliche Garantie für bezahlte Freitage, der Wettbewerb um Mitarbeitende führt aber dazu, dass die meisten Amerikaner bezahlte Ferien erhalten. Trotzdem: «Wochenlage Ferien kennen sie nur vom Hörensagen aus Europa», schreibt der Korrespondent. Australien kennt, wie die Schweiz, ein Anrecht auf vier Wochen Ferien, bei nur 38 Wochenarbeitsstunden. Dafür profitieren die Angestellten in «Down Under» häufiger von verlängerten Feiertags-Wochenenden.
Das österreichische Urlaubsgesetz sieht 5 Wochen vor, ab 25 Jahren Dienstzeit 6 Wochen. In Deutschland ist der Gesetzgeber zurückhaltender: Nur 4 Wochen Urlaub sind vorgeschrieben. Wie in der Schweiz vereinbaren in der Praxis aber die Sozialpartner oft grosszügigere Regelungen. Auch grosszügiger ist die Ferienregelung in Schweden, wo seit 1978 ein Anspruch auf 5 Wochen besteht. In Portugal dagegen müsse die Ferieninitiative «fast ausserirdisch» anmuten, schreibt der Korrespondent. Auf Grund der wirtschaftlichen Probleme im Land werde eher über eine Verlängerung der Arbeitszeit debattiert. Gesetzlich garantiert sein sollen deshalb neu nur noch 22 Ferientage pro Jahr, 4 Feiertage sollen ausserdem gestrichen werden.
Zwangsferien sind der Tod der flexiblen Arbeitsarrangements
22. Februar 2012: Die Forderung nach «6 Wochen Ferien für alle» tönt sympathisch. Und sie wird von den Initianten unter anderem scheinbar vernünftig mit dem Bedürfnis der Arbeitnehmenden nach mehr Erholung und einer erleichterten Vereinbarkeit von Familie und Beruf begründet. Bei näherer Betrachtung zeigt sich jedoch, dass die Initiative für viele der Beschäftigten unnötig ist und dem Anliegen der Frauen nach einer verbesserten Vereinbarkeit von Familie und Beruf oft entgegensteht. Weiterlesen.
Spitzenverbände der Wirtschaft sagen NEIN zur Ferieninitiative

Gerold Bührer, Valentin Vogt, Hans Hess, Blaise Matthey (von links). Foto: Felix Brodmann, pressetext Nachrichtenagentur GmbH.
21. Februar 2012: Die Ferieninitiative ist das falsche Rezept für den Standort Schweiz, denn bereits heute weist die Schweiz sehr hohe Arbeitskosten auf. Eine weitere Erhöhung schadet unserer Wettbewerbsfähigkeit und gefährdet Arbeitsplätze. Ausserdem höhlt die Initiative mit ihrer starren Vorgabe die bewährte Sozialpartnerschaft aus. Darum engagiert sich die Wirtschaft gegen die nicht finanzierbare Ferieninitiative.
Dies betonten Vertreter des Arbeitgeberverbands, Swissmem, der Fédération des Entreprises Romandes Genève und economiesuisse anlässlich einer Medienkonferenz heute Dienstag, 21. Februar 2012 in Bern. Das Mediendossier mit der Medienmitteilung und den Referattexten finden Sie hier.
Vier Wochen Ferien sind die Ausnahme
20. Februar 2012: Die Schweizer Ferienpraxis zeigt: Nur noch wenige Branchen geben sich mit dem Minimum von vier Wochen Ferien zufrieden. Wie die «Berner Zeitung» in einem Artikel vom 20.2.2012 recherchiert, hat man sich im Gastgewerbe bereits auf fünf Wochen Ferien geeinigt. Auch im Detailhandel gelten grosszügige Regelungen, zumindest bei den Grossunternehmen. So erhalten Coop-Angestellte bis 49 Jahre fünf Wochen, mit 63 sogar acht Wochen Ferien. Migros gewährt ebenfalls mindestens fünf Wochen Ferien, mit fortgeschrittenem Alter beziehen Mitarbeiter bis zu sieben Wochen Ferien.
Bei der Schweizer Coiffeurbranche stehen eigentlich vier Wochen Ferien auf dem Papier. Kuno Giger, Zentralpräsident von Coiffuresuisse, bestätigt jedoch, dass diese Praxis bereits teilweise überschritten wird, weil in einem früheren Gesamtarbeitsvertrag bereits einmal viereinhalb Wochen festgehalten wurden. Im Mai stimmt die Delegiertenversammlung über fünf Wochen Ferien ab. Auch bei den Gipser- und Malerberufen tut sich etwas. Um sich den anderen Branchen im Baugewerbe anzunähern wurde 2009 der Ferienanspruch auf 22 Tage erhöht.
450 Millionen Mehraufwand in beider Basel
20. Februar 2012: Die Aussicht auf «6 Wochen Ferien für alle» versetzt die Basler KMU in Alarmbereitschaft. Gemäss der «Basler Zeitung» rechnet der Arbeitgeberverband Basel in beider Basler Halbkantone bei einer Annahme der Initiative mit jährlichen Mehrkosten von rund 450 Millionen Franken.
Neben zusätzlichen Personalkosten, Überstunden und Mehrbelastung für «Daheimgebliebene», stellen sich einige Basler KMU auch auf Anpassungen bei der Personalstruktur ein. Im Klartext bedeutet das: tiefere Löhne, weniger Festangestellte, mehr Temporärmitarbeiter und die Aufgabe von Geschäftszweigen.
Die Ferieninitiative ist «überrissen», findet BZ-Wirtschaftsredaktor Claude Chatelain
17. Februar 2012: Die Gewerkschafts-Forderung nach sechs Wochen Ferien sei «übertrieben», schreibt Claude Chatelain in einem Beitrag auf dem «Berner Zeitung»-Blog. Der Wirtschaftsredaktor beschäftigt sich darin insbesondere mit der Frage, warum gerade sechs Wochen Ferien gefordert werden, und nicht etwa eine «sanfte» Erhöhung von vier auf fünf Wochen.
Claude Chatelain bloggt: «Eine Erhöhung des gesetzlichen Ferienanspruchs von vier auf fünf Wochen hätte man mit gutem Gewissen fordern können. Leider steht dieser Vorschlag nicht zur Debatte. Zur Abstimmung kommt lediglich eine 50-prozentige Zunahme des gesetzlichen Ferienanspruchs auf sechs Wochen. Das ist überrissen.»
Der ganze Beitrag kann hier nachgelesen und kommentiert werden.
Falsche Zahlen geistern durch die Pressespalten
15. Februar 2012: Ein ausführlicher Bericht im «Tages-Anzeiger» sowie in der «Berner Zeitung» widmete sich am 14. Februar der durchschnittlichen Wochenarbeitszeit in der Schweiz – und verglich diese mit anderen Volkswirtschaften. Leider operiert der Tages-Anzeiger mit falschen Zahlen: Gemäss Bundesamt für Statistik betrug die Wochenarbeitszeit im Jahr 2010 hierzulande durchschnittlich 41.6 Stunden – und ist damit wesentlich tiefer als die im erwähnten Bericht kolportierten 44 Stunden. Siehe dazu den Blogbeitrag des Berner Grossrats Philippe Müller (FDP.Die Liberalen).
FDP sagt NEIN zur Ferieninitiative

BR Schneider-Ammann: Mehrkosten durch Initiative schmälern Konkurrenzfähigkeit
13. Februar 2012: Mit grosser Mehrheit hat die FDP am vergangenen Samstag an ihrer Versammlung in Bern ihr Nein zur Ferieninitiative beschlossen: 224 Delegierte stimmen für die Nein-Parolne, vier dagegen und drei enthielten sich ihrer Stimme.
«In den einzelnen Unternehmen würde die Konkurrenzfähigkeit über die Mehrkosten geschmälert», sagte FDP-Bundesrat Johann Schneider-Ammann. Neben steigenden Personalkosten warnte er vor einer schleichenden Desindustrialisierung der Schweiz, welche die Ferieninitiative vorantreiben würde.
Ferieninitiative kostet Kriens 1,1 Millionen Franken

Beispiel Gemeinde Kriens: 1,1 Millionen Franken kostet die Ferieninitiative
10. Februar 2012: Bisher war viel von den Kosten der Ferieninitiative für Unternehmen die Rede. Dabei geht oft vergessen: Auch der Bund, die Kantone und Gemeinden wären über höhere Lohnkosten von der Ferieninitiative betroffen.
Die Auswirkungen lassen sich gut am Beispiel der Luzerner Gemeinde Kriens veranschaulichen. Hier hat der Gemeinderat bei der Beantwortung einer Interpellation im Einwohnerrat berechnet, welche Kosten bei einem Ja auf die Gemeinde Kriens zukommen. Das Resultat: 1,1 Millionen Franken.
Der Gemeinderat schreibt in seiner Antwort auch, dass eine Kompensation der Mehrkosten kaum möglich sei. Denn dazu müsste bei zwei zusätzlichen Ferienwochen täglich 20 Minuten mehr gearbeitet werden. «Eine Effizienzsteigerung in diesem Ausmass (…) ist gemäss Einschätzung des Gemeinderates unrealistisch.»
Die Gemeinde muss deshalb die Mehrkosten von 1,1 Millionen Franken kompensieren, durch Steuererhöhungen oder Sparmassnahmen.
Zahlen der Gewerkschaften auf wackligen Füssen
8. Februar 2012: Das Zahlenfundament der Ferieninitiative-Befürworter steht auf wackeligen Füssen. Das zeigt ein Artikel der «20 Minuten».
Besonders der angebliche europäische Spitzenwert von 44 Arbeitsstunden, die ein Schweizer Arbeitnehmer durchschnittlich in der Woche arbeitet, wird in Frage gestellt. So sage Travail.Suisse «nur die Hälfte der Wahrheit», denn: würde die Statistik gleichermassen erstellt, wie die europäischen Referenzwerte, dann läge die Schweiz mit nur 37 Arbeitsstunden pro Woche am unteren Ende des Rankings. Zudem sinke die Wochenarbeitszeit in der Schweiz seit Jahrzehnten.
Auch die Tatsachen, dass die Arbeitszufriedenheit in der Schweiz mit 91 Prozent sehr hoch ist und 88 Prozent ihre Arbeitszeiten gut oder sogar sehr gut mit ihren familiären oder sozialen Verpflichtungen verbinden lassen, deuten nicht auf ein übermässige Belastung hin. So schreibt «20 Minuten»: « (...) unter dem Strich arbeiten Erwerbstätige in der Schweiz weder besonders lang, noch leiden sie in erhöhtem Mass unter der Arbeitsbelastung.»
Mehr Ferien = weniger Stress? Ein Trugschluss.
8. Februar 2012: Gleich zwei Tageszeitungen thematisierten in den letzten Tagen das Thema Stress am Arbeitsplatz – und was mehr Ferien dazu beitragen könnten, diesen abzubauen.
In ihrem Bericht in der BernerZeitung vom 8. Februar schreibt Fabienne Klenger, es sei nicht wirklich geklärt, wie viel Freizeit zu einer Stressverminderung führe. «Untersuchungen zeigen beispielsweise, dass der Effekt von Ferien nach einem Zeitraum von rund zwei Wochen schon wieder verpufft.» Das Allerwichtigste sei gute Führung, wird Dieter Kissling zitiert. Der Arbeitsmediziner und Burn-out-Experte erwähnt auch gut organisierte Arbeitsabläufe als wichtiges Element für mehr Zufriedenheit und weniger Stress. Der Bericht, der auch einen ausgezeichneten Arbeitgeber und dessen Chef porträtiert, kann hier nachgelesen werden.
Dass mehr Ferien zwangsläufig Stressabbau bedeuten, sei ein Trugschluss, findet auch Reiner Eichenberger, Wirtschaftsprofessor an der Uni Fribourg. Der Druck auf die Angestellten steige, sie müssten in kürzerer Zeit mehr leisten, «mehr Stress am Arbeitsplatz also», sagt er im Interview mit der Neuen Luzerner Zeitung vom 7. Februar (nicht online verfügbar). Für die KMU habe die Ferieninitiative eine Lohnkosten-Steigerung von 2 Prozent zur Folge – es sei ein Irrglaube, dass die Arbeitnehmer durch mehr Ferien auch 2 Prozent produktiver würden. Der Mehrheit der Bevölkerung sei klar, «dass mehr Ferien nicht ohne Folgen gefordert werden können.»
Valentin Vogt bei DRS 3: «Die Initiative ist nicht der richtige Weg.»
6. Februar 2012: Valentin Vogt, Präsident des Schweizerischen Arbeitgeberverbandes, war vergangene Woche zu Gast im DRS 3-Studio. Zur Ferieninitiative sagte er: «Die Initiative ist nicht der richtige Weg.» Und: «Ferien sind in den einzelnen Gesamtarbeitsverträgen geregelt; es hat sich bewährt, das flexibel beispielsweise dem Alter anzupassen und dezentral zu handhaben.» Er selber habe etwa fünf Wochen Ferien pro Jahr, verriet Valentin Vogt.
Das ganze Gespräch kann hier nachgehört werden.

Valentin Vogt, Präsident des Arbeitgeberverbandes, im DRS 3-Studio. Foto: Screenshot drs3.ch.
Erste Umfrage positiv für die Initiativgegner
3. Februar 2012: Das überparteiliche Komitee «Ferieninitiative NEIN» nimmt die Ergebnisse der ersten SRG-Umfrage zur Ferieninitiative zuversichtlich zur Kenntnis. Fünf Wochen vor der Abstimmung lehnt bereits eine Mehrheit der Schweizer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger die Initiative ab. Sie haben erkannt, dass die Initiative mehr verspricht, als sie halten kann.
Die Initianten stellen dank mehr Ferien mehr Erholung und eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie in Aussicht. Tatsächlich würde eine starre Verfassungslösung mit jährlichen Folgekosten von rund sechs Milliarden Franken unseren KMU stark schaden und Arbeitsplätze gefährden. Das überparteiliche Komitee «Ferieninitiative NEIN» wird sich deshalb weiter engagiert für ein NEIN am 11. März einsetzen.
55 Prozent der Befragten haben in einer für die SRG durchgeführten Umfrage angegeben, dass sie, wenn heute abgestimmt würde, die Ferieninitiative ablehnen würden. Nur gerade 39 Prozent würden ein Ja einlegen. Für die Gegner der Initiative ist klar, dass sie sich trotz Vorsprung weiterhin mit vollem Einsatz engagieren werden.
Denn eine Annahme der Initiative würde vor allem unsere Kleinstunternehmen stark belasten. Sie leiden bereits heute unter dem starken Franken und den hohen Arbeitskosten. Steigen die Arbeitskosten weiter, sind unsere KMU auf dem internationalen Markt weniger konkurrenzfähig. Eine Verlagerung von Arbeitsplätzen in Länder mit tieferen Arbeitskosten könnte die Folge sein. Auch würden sich weniger internationale Firmen in der Schweiz niederlassen – denn mit sechs Wochen Ferien hätte die Schweiz international den längsten Mindestferienanspruch und die höchsten Arbeitskosten. Diese Schwächung des Standorts Schweiz müssen die Gegner der Initiative klar verhindern. Die Initiative wäre ein klassisches Eigengoal.
Weitere Infos gibts zum Beispiel auf der Webseite des Schweizer Fernsehens.

Die erste SRG-Umfrage zeigt es: Die Skepsis gegenüber der Ferieninitiative ist gross. Grafik: Screenshot www.sf.tv.
SVP, BDP und glp sowie die FDK lehnen die Ferieninitiative ab
30. Januar 2012: Am vergangenen Wochenende haben gleich drei Parteien ihre Parolen zu den eidgenössischen Abstimmungen vom 11. März 2012 gefasst: die SVP, die BDP und die Grünliberalen (glp). Sie alle empfehlen ein klares Nein zur Ferieninitiative.
Auch die Finanzdirektorenkonferenz (FDK) hat sich am Freitag gegen die Ferieninitiative ausgesprochen. Die kantonalen Finanzdirektorinnen und -direktoren erachten die Mehrbelastung der Haushalte von Kantonen und Gemeinden als «untragbar». Die FDK schätzt diese auf über 700 Mio. bis über 1.1 Mrd. Franken. Mehr dazu in der Medienmitteilung der FDK.
Bundesrat: Ferieninitiative belastet den Werkplatz Schweiz
27. Januar 2012: Der Bundesrat hat seine Erläuterungen für die Volksabstimmung am 11. März 2012 veröffentlicht und seine Ablehnung gegen die Ferieninitiative Ausdurck verliehen. Die Initiative biete den Arbeitnehmenden keine Gewähr für eine Entlastung, belaste den Werkplatz Schweiz aber mit höheren Lohnkosten, so das Urteil des Bundesrats.
Die Initiative lässt es nach Ansicht des Bundesrats offen, wer die Mehrbelastung tragen würden: Arbeitnehmende (durch höhere Produktivität) oder Arbeitgeber (durch die Einstellung zusätzlichen Personals). Ausserdem habe sich die heutige Ferienregelung bewährt, sie ermögliche, partnerschaftliche und massgeschneiderte Lösungen zu finden.
Barbara Gutzwiller sagt: «Nein zum Bumerang Ferieninitiative.»
27. Januar 2012: Barbara Gutzwiller, die Direktorin des Arbeitgeberverbandes Basel, hat in der Kolumne «Soll und Haben» die Ferieninitiative aufgegriffen. Erschienen ist der Bericht in der Basler Zeitung vom 25. Januar 2012. Ihr Fazit: «Die Ferieninitiative erweist sich insgesamt als Bumerang und muss abgelehnt werden.»
Neues Nein-Komitee in Appenzell
26. Januar 2012: Auch in den beiden Appenzeller Halbkantonen hat sich ein Komitee gegen die Ferieninitiative gebildet. Das Co-Präsidium bilden die Ständeräte Hans Altherr und Ivo Bischofberger, die Nationalräte Andrea Caroni und Daniel Fässler, die Gewerbeverbandspräsidenten Adrian Künzli und Albert Manser sowie der SVP-Präsident Edgar Bischof.
Gerade im Appenzellerland seien viele KMU-Betriebe angesiedelt. Wie sollen diese die zusätzlichen Kosten bezahlen und gleichzeitig im Wettbewerb bestehen können? Ohne Arbeitsplatzverlegung ins Ausland, Entlassungen oder Lohnkürzungen sei dies schlicht unmöglich, ist das Komitee überzeugt. Weitere Infos gibts hier.
26. Januar 2012: Das St. Galler Komitee «Nein zur Ferieninitiative» hat gestern an einer Medienkonferenz in St. Gallen seine Argumente präsentiert. Die Medienmitteilung sowie die Referate sind hier abrufbar. Auf der gleichen Seite kann die Medienorientierung auch per Video nachverfolgt werden.
GastroSuisse: Nein zur Ferieninitiative
25. Januar 2012: Der Verband für Hotellerie und Restauration GastroSuisse hat sich gegen die Ferieninitiative ausgesprochen. Die Volksinitiative «6 Wochen Ferien für alle» gefährde die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Schweiz, so der Verband in seiner Medienmitteilung.
Im Gastgewerbe leiden viele kleine und mittlere Betriebe unter dem starken Franken. Mehr Ferien für alle wäre eine zusätzliche Last, die viele Unternehmen in Schwierigkeiten bringen. Für sie würde die Initiative bedeuten, zusätzliche Angestellte beschäftigen zu müssen, um den Arbeitsausfall zu kompensieren.
«Den daraus resultierenden Preisschub wäre der Konsument kaum gewillt zu tragen.»
«Wir haben genug Ferien», sagt IG Unternehmer gegen wirtschaftsfeindliche Initiativen
24. Januar 2012: Die Interessengemeinschaft (IG) Schweizer Unternehmer gegen wirtschaftsfeindliche Initiativen wendet sich entschieden gegen die Ferieninitiative der Gewerkschaften. In einem beleuchtenden Onlineartikel legt die IG ihre Gründe dar.
Ein Nein zur Ferieninitiative auch vom Schweizerischen Baumeisterverband
24. Januar 2012: Der Schweizerische Baumeisterverband hat für die Ferieninitiative die Nein-Parole beschlossen. Das Begehren gefährde die bewährten sozialpartnerschaftlichen Ferien- und Freizeitregelungen, die auf die jeweiligen Branchen und Betriebe abgestimmt sind, schreibt der Verband in seiner Medienmitteilung.
Ferieninitiative grosse Gefahr für kleine Betriebe
23. Januar 2012: «Obwohl ich allen mehr Ferien gönnen würde, liegt dies für uns in der aktuellen wirtschaftlichen Lage nicht drin», schildert Alfons Kaufmann gegenüber der Aargauer Zeitung seine Situation. Er ist Inhaber eines Malergeschäfts mit elf Mitarbeitern in Wallbach und müsste - falls die Ferieninitiative Erfolg hat - mit einem Ausfall zwischen 32'000 und 64'000 Franken rechnen.
Weil die Margen in der Branche so gering sind, würde Kaufmann vor einem grossen Problem stehen. Hinzu kommt, dass kleine Betriebe generell stärker unter der Ferieninitiative zu leiden hätten als grosse Betriebe. Letztere sind eher in der Lage, die zusätzlich anfallenden Ferientage aufzufangen, da sie eine grössere Personaldecke haben oder Arbeitsplätze auslagern können.
Die Ferieninitiative trifft also das Rückgrat der Schweizer Wirtschaft - die KMU - besonders hart.
CVP und EVP beschliessen Nein-Parole

EVP-Nationalrätin Marianne Streiff (BE)
23. Januar 2012: Die Mitglieder der CVP haben am vergangenen Samstag in Einsiedeln ihr Nein zur Ferieninitiative beschlossen. Die vom Gewerkschaftsbund Travail Suisse geforderten sechs Wochen Ferien würden der Wirtschaft schaden und Arbeitsplätze gefährden.
Auch die Delegierten der EVP haben sich am Samstag auf ihrer Konferenz in Olten mit grosser Mehrheit gegen die Ferieninitiative ausgesprochen: 72 stimmten für, 29 gegen die Nein-Parole, sechs enthielten sich.
Die Volksinitiative «6 Wochen Ferien für alle» gehe eindeutig zu weit, so EVP-Nationalrätin Marianne Streiff (BE). Neben vielen KMU stelle die Initiative auch für die öffentliche Verwaltung eine untragbare Mehrbelastung dar und sei nicht zu finanzieren.
Ferieninitiative: Kantonale Volkswirtschaftsdirektoren empfehlen ein Nein

Der Walliser Staatsrat und VDK-Präsident Jean-Michel Cina setzt sich gegen die Ferieninitiative ein. Bild: Kanton Wallis
20. Januar 2011: Die kantonalen Volkswirtschaftsdirektorinnen und -direktoren sprechen sich gegen die Ferieninitiative aus, welche am 11. März 2012 vors Volk kommt. Sie beurteilen die Initiative als inhaltlich falsch und unnötig schädlich für die Schweizer Wirtschaft.
Die Konferenz Kantonaler Volkswirtschaftsdirektoren (VDK) führt gemäss Medienmitteilung zwei Hauptgründe gegen das Vorhaben an. Erstens verfehle die Initiative das Ziel, die Arbeitnehmenden über mehr Freizeit zu entlasten. Gerade in kleineren Betrieben müsste die Arbeit auf die anderen Mitarbeitenden verlagert werden.
Zweitens schade die Initiative den Arbeitgebern aufgrund höherer finanzieller Lasten. So auch den Kantonen und Gemeinden. Nicht zuletzt würden neue starre Regelungen im Arbeitsrecht dem liberalen Arbeitsmarkt und somit auch einem wichtigen Standortfaktor der Schweiz schaden, schreiben die kantonalen Volkswirtschaftsdirektoren.
Breit abgestütztes Nein-Komitee in Basel
19. Januar 2011: Auch in Basel wurde heute ein Komitee gegründet, das gegen die Ferieninitiative antritt. Das regionale Komitee wird unterstützt vom Arbeitgeberverband Basel, dem Gewerbeverband Basel-Stadt, der Handelskammer beider Basel und der Wirtschaftskammer Baselland. Ausserdem sind im Co-Präsidium Bundesparlamentarier aus den beiden Basel, die Präsidenten der baselstädtischen Kantonalparteien von CVP, FDP, LDP und SVP sowie die Präsidentin und die Präsidenten der Basellandschaftlichen Kantonalparteien von CVP, FDP und SVP vertreten. Weiter gehören dem Komitee Vertreter aus der KMU-Wirtschaft in den beiden Basel an. Weitere Infos gibts hier.
Druck auf Exportfirmen: Forderung nach mehr Ferien deplatziert
18. Januar 2011: Immer mehr Firmen führen Kurzarbeit ein, vor allem wegen des starken Frankens. Serge Gaillard, Chef des Seco, rechnet mit einem «spürbaren Anstieg» und mit rund fünfmal höheren Entschädigungszahlungen als 2011 – Details dazu in einem Bericht auf NZZ Online.
Höchste Priorität hat für die Schweizer Unternehmen, in diesem schwierigen Umfeld, die internationale Wettbewerbsfähigkeit. Da kommt die Forderung nach mehr Ferien zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Details dazu hier.
Bundesrätin Simonetta Sommaruga empfiehlt: Nein zur Ferieninitiative

Bundesrätin Simonetta Sommaruga und Staatsrat Philippe Leuba (VD) an der Medienkonferenz.
17. Januar 2012: Der Bundesrat und das Parlament empfehlen die Volksinitiative «6 Wochen Ferien für alle» zur Ablehnung. Bundesrätin Simonetta Sommaruga legte heute Dienstag in Bern gemeinsam mit Vertretern der Kantone die Argumente zu dieser Vorlage dar.
Die Justizministerin sagte insbesondere, die Initiative biete keine Gewähr dafür, dass die Arbeitnehmenden tatsächlich entlastet würden. Denn: Stellen die Arbeitgeber aus finanziellen oder aus anderen Gründen kein zusätzliches Personal ein, um die längeren Ferienabwesenheiten auszugleichen, so erreiche die Initiative ihr Ziel nicht. Umgekehrt gelte, so Bundesrätin Simonetta Sommaruga: Stellen die Arbeitgeber mehr Personal ein, steigen ihre Kosten. Jede Woche Ferien erhöhe die Lohnkosten um rund 2 Prozent. Gerade kleinere und mittlere Unternehmen dürften sich – unabhängig von der Wirtschaftslage – schwer damit tun, höhere Lohnkosten zu verkraften. Mehr dazu hier.
Luzern und Zug bilden Komitees gegen Ferieninitiative
17. Januar 2012: Weitere Komitees aus Luzern und Zug verstärken den Kreis der Ferieninitiativen-Gegner und setzen sich für die Erhaltung von Wohlstand und Arbeitsplätzen ein.
Mitglieder des Co-Präsidiums in Luzern sind die Nationalräte Ida Glanzmann-Hunkeler, Ruedi Lustenberger, Leo Müller (alle CVP), Otto Ineichen, Albert Vitali (beide FDP), Yvette Estermann, Felix Müri (beide SVP) und Roland Fischer (GLP), die Ständeräte Konrad Graber (CVP) und Georges Theiler (FDP), die Vizepräsidentin Industrie- und Handelskammer Zentralschweiz Corinne Fischer, der Präsident Luzerner Bäuerinnen- und Bauernverband Walter Haas, der Vizepräsident Industrie- und Handelskammer Zentralschweiz Damian Henzi und der Zentralpräsident Gewerbeverband Kanton Luzern Ruedy Scheidegger. Weitere Informationen finden sich in Medienmitteilung des Komitees.
Das Zuger Komitee wird präsidiert von dem Präsident Zuger Wirtschaftskammer Dr. Johannes Milde, dem Kantonsrat (CVP) und Präsidenten des Gewerbeverbands Kanton Zug Silvan Hotz, dem Präsidenten der CVP im Kanton Zug Adreas C. Huwyler, dem Präsidenten der FDP im Kanton Zug Andreas Kleeb, dem Präsidenten der SVP im Kanton Zug Manuel Brandenberg, den Nationalräten Dr. Gerhard Pfister (CVP), Bruno Pezzatti (FDP), Thomas Aeschi (SVP) und den Ständeräten Dr. Peter Bieri (CVP) und Joachim Eder (FDP).
Online-Umfrage: Mehrheit gegen Ferieninitiative
16. Januar 2012: Die Berner Zeitung hat ihre Leser auf ihrem Online-Portal dazu aufgerufen, über die Initiative «6 Wochen Ferien für alle» abzustimmen. 1240 User haben ihre Stimme abgegeben und ein eindeutiges Urteil gefällt: 53,7 Prozent sprechen sich gegen den Anspruch auf 6 Wochen Ferien aus, nur 46,3 Prozent sind dafür.
Neue Komitees in St. Gallen, Bern und Thurgau sagen Nein zur Ferieninitiative
16. Januar 2012: Support aus der Ostschweiz: Ein überparteiliches Komitee engagiert sich ab sofort für die Ablehnung der schädlichen Ferieninitiative. Im Co-Präsidium vertreten sind Jakob Büchler (Nationalrat CVP), Patricia Mattle (Mitglied Parteipräsidium CVP Schweiz), Walter Müller (Nationalrat FDP), Lukas Reimann (Nationalrat SVP), Hans Richle (Präsident Kantonaler Gewerbeverband St. Gallen, SVP) und Dr. Kurt Weigelt (Direktor IHK St. Gallen-Appenzell, FDP). Weitere Informationen und ein Beitrittsformular gibt’s unter www.komiteebeitritt.ch.
Auch in Bern formiert sich der Widerstand: Das «Bernische Komitee Nein zur Ferieninitiative» setzt sich seit wenigen Tagen für die Ablehnung des Begehrens ein. Im Komitee vertreten sind 13 eidgenössische Parlamentarierinnen und Parlamentarier, 46 Mitglieder des Grossen Rats (aus den Reihen von SVP, FDP, BDP, GLP, EDU und CVP), Exponenten der Spitzenverbände der Berner Wirtschaft sowie Unternehmerinnen und Unternehmer. Details und Kontaktmöglichkeiten sind aus der Medienmitteilung des Komitees ersichtlich.
Ein breit aufgestelltes Bündnis gegen die Ferieninitiative hat sich auch im Thurgau formiert. Co-Präsidenten des Komitees sind die Ständeräte Brigitte Häberli und Ronald Eberle, die Nationalräte Markus Hausammann, Christian Lohr und Peter Spuhler sowie die Präsidenten der Industrie- und Handelskammer und des kantonalen Gewerbeverbands, Christian Neuweiler und Peter Schütz. Weitere Informationen finden sich in der Medienmitteilung und auf der Website des Thurgauer Komitees.
Überparteiliches Komitee lanciert Abstimmungskampf gegen die Ferieninitiative
13. Januar 2012: Eine breite Allianz aus SVP, FDP, CVP, BDP, glp sowie Bundesrat, Parlament und verschiedenen Wirtschaftsverbänden kämpft für ein Nein zur Volksinitiative «6 Wochen Ferien für alle». Die Initiative schadet den KMU, schwächt die Wettbewerbsfähigkeit und gefährdet Arbeitsplätze. Zudem bringt sie auch Nachteile für die Arbeitnehmenden.
An der heutigen Medienkonferenz hat das überparteiliche Komitee den Abstimmungskampf gegen die Ferieninitiative lanciert. Das Mediendossier finden Sie hier.
2012 wird ein schwieriges Jahr für die Schweizer KMU
13. Januar 2012: Gemäss einer Umfrage des Schweizerischen KMU Verband blicken die kleinen und mittleren Unternehmen dem Jahr 2012 mit gemischten Gefühlen entgegen. Von den insgesamt über 4200 Firmen, welche an der branchenübergreifenden Umfrage teilgenommen haben, rechnen 43,6 Prozent mit einem Rückgang von Margen und Gewinn. Nur gerade 10,5 Prozent der befragten Unternehmen erwarten 2012 höhere Gewinne.
Mit ihrer negativen Prognose stehen die Schweizer KMU nicht alleine da. Experten sagen für 2012 eine allgemeine Konjunkturschwäche in der Schweiz voraus.
Es ist darum sehr wichtig, unseren KMU in der jetzigen Lage das Leben nicht noch schwieriger zu machen. Genau das würde die Ferieninitiative tun. Die negativen Auswirkungen der Ferieninitiative für unsere KMU finden Sie hier.
Arbeitslosenzahlen steigen wieder
12. Januar 2012: Im Schweizer Arbeitsmarkt häufen sich die Anzeichen für eine negative konjunkturbedingte Wende. Das Staatssekretariat für Wirtschaft SECO meldete für Dezember 2011 130‘662 Arbeitslose, 9553 mehr als im Vormonat. Damit steigt die (saisonbereinigte) Zahl der Arbeitslosen um 0,2 Prozentpunkte von 3,1 Prozent auf 3,3 Prozent.
Nachdem der schweizerische Arbeitsmarkt trotz weltwirtschaftlicher Abschwächung und hohem Frankenkurs sich über den grössten Teil des Jahres 2011 erfreulich gut gehalten hatte, zeichnet sich seit Oktober 2011 eine Trendwende ab. Experten gehen davon aus, dass die Arbeitslosenquote dieses Jahr kontinuierlich bis auf einen Höchststand von 3,9 Prozent anwachsen wird. Im Jahresdurchschnitt bedeutet dies Arbeitslosenquoten von 3,6 Prozent für 2012 sowie 3,7 Prozent für 2013. Auch wenn nicht mit einem krisenhaften Konjunktureinbruch wie Ende 2008 zu rechnen ist - das Beschäftigungswachstum wird in den nächsten 2 Jahren deutlich nachlassen.
Mit der Ferien-Initiative kommen Schweizer Unternehmen zusätzlich unter Druck. Lesen Sie hier, warum eine pauschale Einführung von 6 Wochen Ferien Arbeitsplätze und Wohlstand gefährdet.
OECD-Studie zeigt: Gute Work-Life-Balance in der Schweiz
10. Januar 2012: Die Schweiz gehört zu den Ländern mit der besten Work-Life-Balance. Zu diesem Schluss kommt die OECD in einer Untersuchung im Rahmen der OECD Better Life Initiative. Die Schweiz landet auf dem 6. Platz, noch vor Schweden, Deutschland, Portugal und Frankreich. Auf den ersten drei Plätzen rangieren Dänemark, Norwegen und Holland.
In der Studie werden drei Faktoren ausgewertet: Wie viele Stunden stehen pro Tag für die persönliche Erholung zur Verfügung (in der Schweiz sind es 15.74 Stunden), wie viele Angestellte arbeiten mehr als 50 Stunden pro Woche (0.06 Prozent), wie viele Mütter mit Kindern sind berufstätig (79 Prozent).
Warum die Ferieninitiative die Work-Life-Balance nicht verbessert, sondern im Gegenteil zu mehr Stress und Hektik führt, lesen Sie hier.
Blick-Leser gegen Ferieninitiative
5. Januar 2012: Für einen ersten medialen Kampagnenauftakt hat am 4. Januar 2012 der «Blick am Abend» gesorgt. Unter dem Titel «Start zum Streit über 6 Ferienwochen» kommen Befürworter, Gegner und auch die Leser ausführlich zu Wort. Auf der Frontseite bilanziert die Redaktion: «Bald stimmen wir über 6 Wochen Ferien ab – die Schweizer zeigen sich vernünftig.»
Interessant ist besonders das zuvor bei «Blick online» durchgeführte Voting zu Ferieninitiative. 65 Prozent der Leser sprachen sich bei Redaktionsschluss aus verschiedenen Gründen gegen die Initiative aus, 35 Prozent dafür.
Überparteiliches Komitee lanciert Kampagne
3. Januar 2012: Am 13. Januar 2012 startet das überparteiliche Komitee «Ferieninitiative NEIN» offiziell die Abstimmungskampagne gegen die Initiative der Gewerkschaften. Die Mitglieder des Co-Präsidiums werden dabei an einer Medienkonferenz (13.30 Uhr im Medienzentrum des Bundeshauses) darlegen, warum die Initiative den KMU schadet, Arbeitsplätze und Wohlstand gefährdet und den Arbeitnehmenden schadet. Ab diesem Zeitpunkt finden Sie hier alle wichtigen Unterlagen zum Herunterladen. Bereits heute können Sie das Infomaterial zur Ferieninitiative bestellen.
Zürcher Stimmvolk gegen mehr Ferien für Staatsangestellte
27. November 2011: Rund vier Monate vor der eidgenössischen Abstimmung über die Ferieninitiative haben die Zürcher Stimmberechtigten bereits einen klaren Entscheid gefällt. Mit 61,7 Prozent wurde eine Initiative verworfen, die 5 Wochen Ferien für Kantonsangestellte fordert. Eine breite Allianz von SVP, FDP, CVP, GLP und EDU hatte sich gegen die Vorlage ausgesprochen. Auch die Wirtschaft begrüsste den Entscheid.
Gewerbeverband einstimmig gegen Ferieninitiative
27. Oktober 2011: Der Schweizerische Gewerbeverband sgv hat an seiner Gewerbekammer einstimmig die Nein-Parole zur Ferieninitiative beschlossen. Neben dem Gewerbeverband lehnen auch alle anderen wichtigen Wirtschaftsverbände – darunter der Schweizerische Arbeitgeberverband, economiesuisse.


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